Friedrich Spee Gesellschaft e.V. Düsseldorf

Lebenslauf von Friedrich Spee

1591 am 25.2. wird Friedrich Spee in Kaiserswerth als Sohn

des Burgvogts Peter Spee geboren.

 

1603 Spee besucht das Gymnasium Tricoronatum in

Köln, damals unter Leitung der Jesuiten.

 

1608 Abschlußprüfung am Gymnasium Montanum in Köln.

 

1608-1610 Philosophiestudium in Köln.

 

1612 erste Ordensgelübde in Fulda.        

Spee-Porträt, Hannes Esser*

1612-1615 Philosophiestudium in Würzburg.

 

1615-1619 Gymnasiallehrer in Speyer, Worms und Mainz.

 

1617 Spee bewirbt sich vergeblich um Entsendung als Missionar nach Indien.

 

1619-1622 Theologiestudium in Mainz.

 

1621 Erstes Kirchenlied von Spee nachweisbar: "Unüberwindlich starker Held St. Michael".

 

1622 Priesterweihe in Mainz. In Würzburg erscheint ein Katechismus-Liederbuch mit Liedern von Spee.

 

1623 Lehrauftrag für Philosophie am Paderborner Jesuiten-Kolleg, Rekatholisierungs-bemühungen beim protestantischen Adel. Gleichzeitig Beichtvater und Katechet. In Köln erscheint das Jesuitengesangbuch, in dem zahlreiche Lieder von Spee anonym erscheinen.

 

1626-1627 Spee absolviert sein Tertiat in Speyer. Das Kolleg in Paderborn wird wegen Ausbruch der Pest geschlossen.

 

1627 Lehrtätigkeit im Gymnasium Tricoronatum in Köln.

 

ab Nov. 1628 Rekatholisierungsarbeit in und um Peine als Seelsorger und Beichtvater.

 

1629 lebensgefährliches Attentat auf Spee bei Peine, Rekonvaleszenz im Stift Falkenhagen, dort schreibt er an der "Cautio Criminalis".

 

1629-1630 Professor für Moraltheologie in Paderborn. Entfernung aus dem Amt wegen 'ungünstigem Einfluss' auf jüngere Ordensmitglieder wird vom Ordensgeneral abgelehnt.

 

1631 Entzug des Lehrauftrages. Erscheinen der "Cautio Criminalis" ohne Verfasserangabe in Rinteln. Spee weigert sich, die "Cautio" zu widerrufen. Er wird vom Ordensgeneral gegenüber den Vorwürfen des Paderborner Rektors geschützt. Wegen des Krieges wird das Paderborner Kolleg nach Köln verlegt. Spee unterrichtet Moraltheologie an der Universität in Köln.

 

Juni 1632 Verschärfte Neuauflage der "Cautio Criminalis". Als Verfasser wird ein römischer Theologe genannt. Der Ordensgeneral möchte Spee aus dem Orden entlassen. Der Provinzial schickt Spee mit Lehrauftrag für Moraltheologie nach Trier.

 

 

1632-1635 Lehrauftrag für Moraltheologie, später für Exegese, in Trier.

 

7.8.1635 Spee stirbt in Trier an einer Seuche, die er sich bei der Pflege pestkranker Soldaten zuzieht.

 

1637 In Köln erscheint das "Geistliche Psälterlein" mit weiteren Liedern Spees.

 

1649 Postum erscheinen das "Güldene Tugend-Buch" (geistliche Anleitung für Frauengemeinschaften) und die "Trutz-Nachtigal" (Gedicht - und Lieder-sammlung).

 

1980 Spees Grab wird in der Jesuiten-kirche zu Trier gefunden.

 

 

 

*Linolschnitt zum 400. Geburtstag Friedrich Spees. 

 1991

                                                                               Grafik        

 

                                                                             aus:                                                               

                                                                                         Karl-Jürgen Miesen.Friedrich Spee. Düsseldorf o.J. 

Top
UA-28319705-1