Friedrich Spee Gesellschaft e.V. Düsseldorf

zeitgenössisches Bildnes

Wir über uns

 

Die Friedrich-Spee-Gesellschaft wurde am 07.August 1985 gegründet.

Sie pflegt das Gedächtnis des Dichters, Seelsorgers und Kritikers der Hexenprozesse.

Die Gesellschaft stellt sich die Aufgabe, Person und Werk Spees der heutigen Zeit als Beispiel vorzustellen. Sie entspricht diesem Ziel praktisch durch

  • Vorträge und Veranstaltungen;
     
  • Zusammenarbeit mit gesellschaftlichen, wissenschaftlichen und kulturellen Einrichtungen;
                                                                                                                                                       
  • zeitgenössisches Bildnis*
  • Kontakte mit Spee-Freunden im In- und Ausland;                                  *zeitgenössisches Bildnis
     
  • Angebote an die Schulen;
     
  • Herausgabe und Förderung von Publikationen.

Die Düsseldorfer Gesellschaft ist mit der Trierer Schwestergesellschaft freundschaftlich verbunden.

 

  

Der aktuelle Vorstand:

 

1. Vorsitzender: Hans Müskens. Schillerstraße 2a. 40878 Ratingen. Tel: 02102/848280

E-Mail: fam.mueskens@t-online.de

 

2. Vorsitzender: Prof. Dr. Heinz Finger. Ulmenallee 146. 41469 Neuss.

 

Schatzmeister: Cornelius Georg Fetsch. Arnheimer Straße 58. 40489 Düsseldorf.

 

Geschäftsführer: Ralf-Günter Stefan. Hoserkirchweg 178. 41747 Viersen.

 

 

 

 

Ehrenmitglieder:

 

Günter Dengel † (Einer der Gründungsväter der Gesellschaft)

 

Theo G. M. van Oorschot (Die Ehrung erfolgte zum 70. Geburstag des Spee-Forschers) †

 

Prof. Dr. Walter Scheele (langjähriger Vorsitzender der Gesellschaft) †

 

Pfarrer Msgr. Engelbert Ippendorf (Gründungsmitglied und vielfacher Förderer der Gesellschaft) †

 

 

 

 

 

Günter Dengel (27.10.1931 - 5.3.2019)

 

Am 20. März 1985 hielt Prof. Dr. Weber (Trier) in der Reihe der „Düsseldorfer Mittwochgespräche“ einen Vortrag über Friedrich Spee. Anlass war der 350. Todestag (7. August 1635). Dieser Vortrag motivierte Günter Dengel, neben der Heinrich Heine – Gesellschaft die Gründung einer Friedrich Spee – Gesellschaft anzuregen. Er gehörte auch zu denen, die die Gründungsversammlung im Suitbertus – Saal an St. Suitbert in Kaiserswerth (7. August 1985) vorbereiteten. Er ist somit der Gründungsvater der Friedrich Spee – Gesellschaft Düsseldorf, indirekt auch der in Trier, da die Trierer Gesellschaft nach den üblichen Gründungswirren deutscher Vereine sich aus der gemeinschaftlichen Gesellschaft löste. So ist es logisch, dass er die Reihe der Ehrenmitglieder der Gesellschaft anführt.

Günter Dengel ist nun am 5. März 2019 in Düsseldorf gestorben. Geboren wurde er am 27. Oktober 1931 im unterfränkischen Neubrunn zwischen Wertheim und Würzburg. 1998 hat er im Bernadus – Verlag Langwaden unter dem Titel ZEITEN UND BEGEGNUNGEN seine Erinnerungen veröffentlicht. Das Buch hat er seiner Frau Gerti und seinen Kindern Georg und Dorothee gewidmet. Blättert man jetzt nach dreißig Jahren in dem Buche, so muss man dem Verfasser zugestehen, dass er aus seiner Perspektive tatsächlich ein Protokoll der Zeitabläufe liefert, und auf seine Art war er immer dabei.

Seine Kindheit verbringt Günter Dengel in einem katholischen dörflichen Milieu. Als weiterführende Schule besucht er das Kilianeum in Würzburg, ein Knabenseminar, das mittellosen Jungen das Abitur, Theologiestudium und die Ausbildung zum Priester ermöglichen soll. Er absolvierte auch das entsprechende Studium der Philosophie und Theologie in Würzburg, entschied sich aber im Sommersemester 1954 und in den Ferien, nicht Priester zu werden. Er trat vor den Höheren Weihen aus dem Priesterseminar aus. Er studierte nunmehr mit dem Ziel des Lehramtes an den Universitäten in München und Münster. Nach der Referendarausbildung in den Fächern Katholische Religionslehre und Deutsch wird der junge Ehemann und Vater nach einigen Zwischenstationen in Düsseldorf sesshaft. 1994 wird Günter Dengel pensioniert.

München und Münster waren damals führende Universitäten. Der Student Dengel entwickelt außergewöhnlich weitreichende und intensive wissenschaftliche und kulturelle Interessen. Besonders beeindruckt ist er für sein Leben von den Professoren Roman Guardini und Josef Pieper. Er hat auch Gelegenheit zu persönlichen Gesprächen mit ihnen. Er nimmt am kirchlichen Leben teil. Beteiligt sich an der Jugend- und Sozialarbeit, beteiligt sich an den Diskussionen über kirchliche und speziell liturgische Reformen. Die Entwicklung des dörflichen Lebens interessiert ihn. In den dreißig Jahren seiner Lehrtätigkeit in Düsseldorf regt er unzählige Projekte an. Er organisiert Lesungen für Schüler mit bedeutenden Autoren wie Martin Walser und Peter Handke. Es gibt kaum eine kulturelle Veranstaltung, wo Günter Dengel nicht als temperamentvoller Debattenredner auftritt.

1974 ist er Mitarbeiter an einem Heine – Lesebuch (Gesellschaftskritik im Werk Heinrich Heines. Hrsg. von Hedwig Walwei – Wiegelmann). 1991 erscheint das FRIEDRICH SPEE – LESEBUCH der Düsseldorfer Spee – Gesellschaft. Günter Dengel übernimmt das Kapitel über das „Güldene Tugendbuch“. Seine sorgfältige Textauswahl und seine Positionierung des Werkes in der deutschen Frömmigkeitsgeschichte könnten ihren Herausgeber und Verfasser um einiges überleben. Darüberhinaus verfasste er einige Aufsätze für das SPEE – JAHRBUCH, hielt etliche Vorträge, und solange es seine Gesundheit zuließ, fehlte Günter Dengel bei keiner Veranstaltung der Friedrich Spee – Gesellschaft Düsseldorf, er war ein Begeisterter, der begeistern konnte.

 

 

 

 

 

 

 

                                    Copyright: Grupello Verlag

 

Unlängst haben wir mit obigen Foto Professor Doktor Wilhelm Gössmann zum 90. Geburtstag gratuliert, nun schmückt dieses lebensvolle Bild die Nachricht von seinem Tode.

 

Zum Tod von Professor Dr. Wilhelm Gössmann

Geboren am 20. Oktober 1926 in Rüthen-Langenstraße

Verstorben am 2. Januar 2019 in Düsseldorf

 1946 – 1955 Studium der Germanistik, Philosophie und Theologie in Münster und in München

1956 Dissertation über Annette von Droste – Hülshoff

1955 – 1966 Dozent an der Sophia-Universität in Tokio

1962 Hochschullehrer an der Pädagogischen Hochschule Weingarten

1968 Wechsel zur Pädagogischen Hochschule Rheinland in Neuss

1980 bis 1991 (bis zur Emeritierung)  Professor für deutsche Literatur an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

1972 – 1983 Vorsitzender der Heinrich-Heine-Gesellschaft in Düsseldorf

Gründungsmitglied der Christine-Koch-Gesellschaft und der literarischen Vereinigung des Sauerlandes

Langjähriges Mitglied der Friedrich-Spee-Gesellschaft Düsseldorf

Zu Friedrich Spee hat er sich mehrfach in Vorträgen, Diskussionen und in Schriften geäußert:

„Zu dem poetischen Hauptwerk Spees  Trutz-Nachtigal konnte ich, das sei zur Erleichterung für alle Leser gesagt, die sich zum erstenmal einer solchen Dichtung zuwenden, am Anfang kaum einen Zugang finden, wohl zu den zahlreichen, das Kirchenjahr begleitenden Liedern, die im Wir-Ton und mit einer durchaus verständlichen Bildlichkeit Glauben und Frömmigkeit aufleben lassen…

Erst eine rein literarische Beschäftigung mit der Trutz-Nachtigal  brachte mir ein adäquates Verständnis, vermittelte den Zugang: Das poetische Opus Trutz-Nachtigal als Ausdruck einer Person mit einer hohen Ich-Sensibilität, anders ausgedrückt: Lyrik in der Spannung von poetischer Selbstbespiegelung und einer inneren Freisetzung von seelischen Kräften.“

(Aus: Wilhelm Gössmann „Kulturchristentum – Die Verquickung von Religion und Literatur in der deutschen Geistesgeschichte“, Düsseldorf 1990, S 119 f.)

 

                        Wilhelm Gössmann

                        Zeiten

                                  Es gab Zeiten

                               da musste man das Alte

                               hartnäckig verteidigen

                               auch mit Starrsinn

 

                               Es gab Zeiten

                               da musste man das Neue

                               gegen das Alte durchsetzen

                               auch mit Leichtsinn

 

                               Wir haben nun Zeiten

                               da Altes und Neues

                               beides im Grunde

                               verdächtig erscheint

 

 

                               (Aus: „Zeitweilige Fernsicht“, Soest 1992)

 

 

Schon 1991 wurde ein Bronzerelief des Bildhauers Bert Gerresheim am Hexenturm in Rüthen enthüllt.

Über die Schulter Spees schaut der Landpfarrer Michael Stappert, etwa 1590 in Rüthen geboren, gestorben 1663. Sein Antlitz wurde vom Bildhauer erfunden, da kein Bildnis überliefert ist. Der einfache Landpfarrer begleitete die Delinqenten in 21 Prozessen. Dabei kamen ihm erhebliche Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Verfahren. Seine Aufzeichnungen wurden durch die Vermittlung des Niederländers Herman Löher (1676) bekannt. Mitstifter des Reliefs ist Prof. Dr. Gößmann, der in Rüthen zur Welt kam.

 

 

 

 

Wir sind Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten (ALG)

www.alg.de

 

 

 

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Unser Konto: 1001250015 bei Volksbank Düsseldorf Neuss (BLZ: 30160213)

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*Jetziger Standort als Leihgabe des Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds. Erzbischhöfliches Friedrich-Spee-Kolleg, Neuss. Das Bild hing früher im Treppenhaus des Dreikönigsgymnasiums Köln. Wahrscheinlich wurde es nach dem Tode Spees angefertigt.

 

 

 

 

 

 

 

 

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